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Erfolgsgeschichte im Zeichen des Sports

FREIWILLIGES SOZIALES JAHR: Junge Frauen leisten beim Handballclub 1968 wertvolle  Arbeit im Nachwuchsbereich / Gewinn für Verein und Absolventen Von Regina Krinke "Die Zukunft unseres Vereins sitzt hier am Tisch", sagt Thomas Appel mit leuchtenden  Augen. Der Mann ist Vorsitzender des Handballclubs (HC) 1968 Büdingen. Und mit  Zukunft meint Appel im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger nicht alleine Spielausschuss-  und Jugendleiterin Sabine Engeln oder Sportlehrerin Nicole Lange, sondern auch die drei Mädels Sadia, Anna-Lena und Franziska, die aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)  beim HC absolvieren.  Genau genommen liegt das FSJ der Büdingerin Sadia Biladama schon fast ein Jahr  zurück. Sie war die erste FSJ-lerin des HC und legte vom 1. September 2013 bis zum 31.  August 2014 die Grundlagen der Infrastruktur. "Mit Sadia hatten wir einen Volltreffer  gelandet. Sie begeisterte die Führungsriege derart, dass wir nach ihr große Lust hatten,  weiterzumachen", lobt Sabine Engeln die junge Frau. Ihre Arbeit sorgte für Effekte, die  der Verein anfangs gar nicht auf dem Schirm hatte. "Sie hat Kontakte zu anderen  Vereinen, Schulen, Kindergärten, Institutionen und Geschäftsleuten geknüpft. Durch ihre Arbeit sind regelrechte Freundschaften entstanden. Sie war Botschafterin des Vereins in der ganzen Region und dies mit Tagesfreizeit. Das hätte der Vorstand so niemals leisten  können", schwärmt die Jugendleiterin. "Unser gesamtes Netzwerk hat sich durch die FSJ- ler in punkto Qualität und Quantität enorm verbessert", lobt auch Appel. Doch nicht nur der Verein, sondern auch Sadia Biladama fühlt sich durch das FSJ  gestärkt: "Meine Eltern waren zunächst kritisch und fragten sich, ob sich das FSJ  überhaupt lohne oder ob es ein verlorenes Jahr werden würde", erinnert sie sich. Heute, sagt sie, sei der Gewinn an Selbstvertrauen und Selbständigkeit offensichtlich: "Ich bin  in diesem Jahr erwachsen geworden. Das sieht jetzt auch meine Familie." Biladama ist  bereits seit 2005 HC-Mitglied. Trotzdem sei das FSJ eine große Herausforderung  gewesen: "Ich hatte mich zwar auf meine neuen Aufgaben gefreut, war aber auch richtig  aufgeregt und hatte Bedenken, ob ich das alles schaffe. Rückblickend war es ein sehr  erfolgreiches und zugleich schwieriges Jahr. Alles war neu und sehr vielseitig, die  Verantwortung als Trainerin, die Selbstorganisation, die Kontakte zu den Kindergärten,  Schulen und als krönender Abschluss das Schwimmbadprojekt. Es gab viel zu tun", lacht  Sadia Biladama nicht ohne Stolz. Aber es sei auch ein Jahr gewesen, in dem sie das  machen konnte, was ihr am meisten Spaß bereite - Sport. Inzwischen hat die junge Frau  ein Sportstudium begonnen. "In Sadias Fußstapfen zu treten war nicht einfach. Doch ich denke, ich habe meinen  eigenen Charakter einbringen und einige Dinge anders machen können", meint Anna-  Lena Schepp, Nachfolgerin Biladamas. Auch die Ortenbergerin hat im Laufe ihres FSJ  weitere Kontakte, zum Beispiel zu Kindertagesstätten und Schulen aus Ortenberg,  geknüpft. Als Abschlussprojekt hat sie den Tag des Handballs organisiert. Am 1. September ist auch für Schepp das FSJ schon wieder vorbei. In den Startlöchern  steht bereits die 18-jährige Franziska Linhart aus Rommelhausen. "Anders als Sadia und  Anna-Lena ist Franzi zwar kein Mitglied des HC, dafür bringt sie aber die Sicht von  außen mit. Das ist uns sehr wichtig", betont Engeln. Auch für sie sei das FSJ eine  Herausforderung, doch sie habe bereits Ideen für ein eigenes Projekt, erzählt Linhart.  "Ich war in meiner Gemeinde bereits für Flüchtlinge tätig und könnte mir vorstellen, in  Büdingen gerade in Bezug auf die geplante Erstaufnahmeeinrichtung etwas zu bewegen."  "Jeder Verein hat auch eine integrative Verantwortung, und es ist eine tolle Idee, unsere sozialen Vereinsstrukturen in die Erstaufnahmeeinrichtung einzubringen", ergänzt  Thomas Appel. "Wir versuchen, den Wettbewerb gegen die Trägheit bei Kindern und  Jugendlichen zu gewinnen. Ob diese am Ende dann Handball, Fußball oder Tischtennis  spielen, ist uns egal."  Der Büdinger Verein ist im Verbund mit dem TSG Bleichenbach und dem HC  Limeshain/Altenstadt Teil der Handballspielgemeinschaft Oberhessen. Er hat etwa 300  Mitglieder und hat eine vorzeigbare Geschichte, war zeitweise sogar in der Regional-  und Oberliga vertreten. Seit 2007 fokussiert sich der Vorstand auf den Kinder- und  Jugendbereich und ist daher heute relativ breit aufgestellt. "Mit Sadia und Anna Lena hatten wir Topkräfte, zwei engagierte Leute, das sieht man  alleine schon am Erfolg des Schwimmbad-Projekts und am Tag des Handballs. Die  Projekte sind nachhaltig und werden von den nachfolgenden FSJ-lern weitergeführt. Auf  Franzi sind wir gespannt und freuen uns auf das neue Projekt, mit dem sie uns im  kommenden Jahr bereichern wird", schließt Engeln. Kreis Anzeiger, 04.07.2015 http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/erfolgsgeschichte-im- zeichen-des-sports_15795637.htm